Maxi Buhk auch beim 1000-km-Rennen von Le Castellet in den Top-10

• Schwieriges Rennwochenende für Maxi Buhk und das Mercedes-AMG Team Strakka Racing in Le Castellet
• Nach starker Teamleistung erobern Buhk, Götz und Parente weitere Punkte für den Blancpain GT Series Endurance Cup

 

Eine markante Steigerung des gesamten Teams im Verlauf des Rennwochenendes bescherte Maximilian Buhk sowie seinen Teamkollegen Maximilian Götz (32, Uffenheim) und Alvaro Parente (33, Porto) im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Strakka Racing beim dritten Lauf des Blancpain GT Series Endurance Cup in Le Castellet zum dritten Mal Punkte. Nach dem neunten Rang beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard liegen Buhk und Götz in der Fahrerwertung des Endurance Cups auf der fünften Position.

Dabei hatte das Rennwochenende auf dem 5,8 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke an der Côte d’Azur für die Mannschaft aus Silverstone wenig verheißungsvoll begonnen. Von Beginn an hatte das Strakka-Trio im Rennwagen mit der Startnummer 43 Mühe, das Tempo der absoluten Spitze mitzugehen. „Wir können im Moment nicht ganz mit den anderen Mercedes-Teams mithalten, weil wir uns schwertun, eine perfekte Balance ins Auto zu bekommen. Erschwerend hinzu kam in Le Castellet, dass wir auf den Geraden die Langsamsten im gesamten Feld waren. Wir lagen teilweise mehr als 10 km/h hinter den Schnellsten, und das tut besonders auf der 1,8 Kilometer langen Mistral-Geraden natürlich weh“, schilderte Maxi Buhk.

Im Qualifikationstraining, das seit dieser Saison alle drei Piloten eines Fahrzeugs bestreiten müssen, fuhr der 25-Jährige Hamburger in seinem Segment (Q2) auf den 22. Rang. Der Durchschnittswert der Bestzeiten von Buhk, Götz und Parente ergab mit dem 24. Startplatz eine durchaus schwierige Ausgangslage für die sechsstündige Distanz. Wobei sich einmal mehr die enorme Leistungsdichte im Feld des Blancpain GT Series Endurance Cup zeigte: Die besten 24 Fahrzeuge der kumulierten Qualifikationsrangliste waren um weniger als eine Sekunde voneinander getrennt!

Im Rennen jedoch zeigte sich die Strakka-Truppe erheblich konkurrenzfähiger. Während seines Doppelstints arbeitete sich Startfahrer Parente bis auf den elften Rang nach vorne, als die Rennleitung wegen Überfahrens der weißen Linie an der Boxenausfahrt eine Durchfahrtsstrafe gegen den Portugiesen verhängte. Im ausgeglichenen und daher dicht beieinander liegenden Feld der 51 GT3-Rennwagen bedeutete die Strafe den Absturz auf den 30. Rang. Unverdrossen kämpfte Maxi Buhk nach der Übernahme des Mercedes-AMG GT3 von Parente weiter und machte in der Folge Position um Position gut. Eine „Full Course Yellow“-Phase nach etwa vier Rennstunden nutzte das Strakka-Team, um den Stopp des bereits wieder auf Platz 15 fahrenden Buhk um einige Runden vorzuziehen und so durch den Routinehalt weniger Zeit zu verlieren. „Beide Stints waren okay, das Auto war besser als im Training, und dass sich unser Topspeed-Nachteil im Rennen relativiert, war ja schon in Monza so“, erklärte der Norddeutsche.

Dass Max Götz den Mercedes-AMG GT3 mit der 43 nach sechs Stunden auf Position 9 ins Ziel brachte, was dem Trio immerhin zwei weitere Meisterschaftspunkte bescherte, war zum einen Resultat einer starken Mannschaftsleistung und eklatanten Steigerung im Rennen, zum anderen aber auch einer 30-Sekunden-Strafe gegen zwei vor dem Strakka-Trio platzierte Konkurrenten kurz vor Schluss geschuldet. Buhks Fazit: „Der neunte Rang ist ein schöner Lohn, wenn man bedenkt, wo wir gestartet sind und wie weit uns die Strafe zurückgeworfen hat. Es gibt aber einiges aufzuarbeiten. Wie schon in Silverstone waren wir hier nicht so konkurrenzfähig, wie wir uns das gewünscht hätten. Das gilt es zu analysieren und zu verbessern.“

Weiter geht es für Maxi bereits am kommenden Wochenende, wenn auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in der Steiermark die Läufe 5 und 6 des ADAC GT Masters 2018 auf dem Programm stehen. Wie bei den ersten beiden Saisonveranstaltungen teilt sich Maxi den Mercedes-AMG GT3 des MANN-FILTER Team HTP mit dem Niederländer Indy Dontje. Der vierte und wichtigste Lauf zum Blancpain GT Series Endurance Cup steigt dann am letzten Juli-Wochenende mit dem Saisonhighlight schlechthin, den 24 Stunden im belgischen Spa-Francorchamps. Der Langstrecken-Klassiker auf der Berg- und Talbahn in den Ardennen zählt gleichzeitig auch zur Intercontinental GT Challenge (IGTC), die Buhk ebenfalls für Strakka Racing bestreitet.